Montag, 25. Februar 2008

Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street (OV)

Sweeney Todd ist ein kurzweiliger Film der eine für Tim Burton typische bizarre Stimmung erzeugt.

Um Filme, in denen gesungen wird, mache ich meistens einen großen Bogen. Glücklicherweise hab ich mich durchgerungen Sweeney Todd anzusehen.

Die Leistung aller Darsteller ist vom Feinsten und der Gesang nervt zu keinem Zeitpunkt.

Die Story ist eine Mischung zwischen Der Graf von Monte Christo und einer zynisch kritischen Betrachtung der Gesellschaft.

Trotz jeder Menge blutiger Morde kommt man während des Films kaum aus dem schmunzeln heraus. Zumindest wenn man auf stilvollen schwarzen Humor steht.

Dienstag, 19. Februar 2008

John Rambo

Ich war ja auch einmal jung. Zufällig war das genau zu der Zeit als Silvester Stallone mit Rocky und Rambo seine erfolgreiche Zeit hatte. Seine Filme kenne ich daher und ich habe sie teilweise recht unterhaltsam und spannend gefunden. 
Ich war doch neugierig ob er noch etwas zustande bringt.

Die Erwartungen waren recht niedrig und wurden nicht übertroffen.

Eine nette Blondine versucht John Rambo zu überreden sie und ihre Kollegen in das Bürgerkriegsgebiet zu bringen.
Zuerst ziert er sich, dann gibt er doch nach und bringt die Mannschaft an das gewünschte Ziel und zieht wieder von dannen.

Überraschenderweise wird im Bürgerkriegsgebiet wirklich gekämpft und geschossen wird nicht nur auf die Bösen.
Die amerikanischen Besucher geraten in Gefangenschaft, obwohl sie doch eindeutig zu den Guten gehören und nur helfen wollen.

Nachdem zu Hause schon längere Zeit keine Nachricht von den Zivilisten eingetroffen ist, wird eine Söldnertruppe nachgeschickt um festzustellen ob es noch jemanden zu retten gibt.

Rambo hat natürlich sofort gecheckt, dass diese Truppe das nicht ohne ihn schaffen wird und hat sich gleich aufgedrängt.

Die Gefangenen werden gefunden, befreit und man macht sich auf den Heimweg. Dummerweise haben die Bösen mitbekommen, dass ihre Gefangenen verschwunden sind und sie nehmen die Verfolgung auf.

Rambo schafft es eine Fliegerabwehrkanone in seine Gewalt zu bringen und schießt die Bösen zu hunderten nieder.

Die Szenen, bei denen die Feinde in mehrere Teile zerschossen werden, entlocken einem gelegentlich einen Grunzlaut.

Es sieht so aus, als wäre eine Ära endgültig zu Ende gegangen. Dieser Film macht den Abschied leicht.

Samstag, 16. Februar 2008

There will be Blood (OV)

Ganz klar wurde mir während des Film nicht, welche Geschichte genau erzählt werden sollte.

Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) spielt einen zielstrebigen, geschäftstüchtigen Ölmann ende 19. Jahrhundert in Kalifornien.

Er schuftet hart und ordnet alles dem Erfolg unter. Ein wirklich schlechter Mensch scheint er nicht zu sein. Wenn ihm jemand im Weg steht, ist er aber bereit diesen zu töten.

Mich hat die Story an Machiavellis "Der Fürst" erinnert. Ohne viele Gefühlsregungen wird dargestellt, welche Maßnahmen zum Erfolg führen. Töten ist eine von vielen, die von Zeit zu Zeit notwendig sein kann.

Daniel Day-Lewis spielt absolut überzeugend, die Story ist nicht sonderlich mitreißend.

Samstag, 9. Februar 2008

Der Krieg des Charlie Wilson

Eigentlich wollten wir "PS: Ich Liebe Dich" ansehen.
Nachdem ich im Cineplexx Linz ca. 1/4h bei der Kasse angestanden bin, war ich zu spät dran und die Reservierung war möglicherweise bereits gelöscht als ich an der Reihe war.
Ich habe meine Reservierungsnummer bekanntgegeben und nicht genau aufgepasst als die junge Dame an der Kassa den Namen des Films bestätigt haben wollte.

Wir haben irgendwelche andere Karten bekommen - Der Krieg des Charlie Wilson.

Bei dem Trubel wollte ich mich nicht noch ein Mal anstellen um das Missverständnis zu klären außerdem stand der Film sowieso auf unserer Wunschliste.

 

Was den Film aus der Masse heraushebt ist die Art wie Weltpolitik in diesem Film dargestellt wird.

Der texanischer Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks), für den das "Eine-Hand wäscht die andere"-Spiel keine all zu große Herausforderung zu sein scheint, versüßt sich sein Leben mit vielen schönen Frauen und zu viel Alkohol, bis er von einer engagierten Freundin, Joanne Herring (Julia Roberts), überredet wird, die afganischen Freiheitskämpfer gegen die russische Besatzung zu unterstützten.

Die Vertreibung der Russen aus Afganistan wirkt wie ein Bühnenstück mit wenigen Darstellern, weitab und unbemerkt der üblichen Machtzentren.

Mit Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman), einem unterforderten, rüpelhaften CIA-Agenten, findet Charlie Wilson einen Verbündeten, der im Gegensatz zu ihm mit Diplomatie nichts am Hut hat.

Ein kleines aber gewitztes und schlagkräftiges Team das sein Ding durchzieht.

Wären ein paar weitere profilierungssüchtige Politiker auf das Thema aufmerksam geworden, wäre außer einem Schmiergeldskandal oder ähnlichem, nichts übrig geblieben.

Dieser Film zeigt, dass eine handvoll guter Schauspieler, eine passable Story und eine prise Humor genügen, um das Publikum 98 Minuten hervorragend zu unterhalten - ganz ohne Special Effects.

Mittwoch, 6. Februar 2008

The Bucket List (OV)

Ein trauriges und bedrückendes Thema, der absehbare Tod zweier grundverschiedener krebskranker älterer Herren, liefert die Story für diese unterhaltsame Tragikomödie.

Die Diagnose scheint die einzige Gemeinsamkeit der beiden Herren zu sein, doch nach einiger Zeit im selben Krankenzimmer finden sich noch weitere.

Es gibt noch einige unverwirklichte Vorhaben und Träume die auf einem Zettel aufgelistet werden - die Bucket List.

Diese Liste wird im Film konsequent abgearbeitet, wobei mehr oder weniger vorhersehbare Umwege notwendig werden.

Man mag die Geschichte originell finden oder auch nicht, sie ist auf jeden Fall unterhaltsam umgesetzt.

Jack Nicholson drückt dem Film seinen Stempel auf und macht ihn damit zu einem unverwechselbaren Einzelstück.

Morgan Freeman ist der besonnene Gegenpart zum machtgierigen Nicholson, der neben Jack Nicholson etwas Farblos wirkt, aber seinen Part souverän spielt.

Absolut sehenswert!