Samstag, 9. Februar 2008

Der Krieg des Charlie Wilson

Eigentlich wollten wir "PS: Ich Liebe Dich" ansehen.
Nachdem ich im Cineplexx Linz ca. 1/4h bei der Kasse angestanden bin, war ich zu spät dran und die Reservierung war möglicherweise bereits gelöscht als ich an der Reihe war.
Ich habe meine Reservierungsnummer bekanntgegeben und nicht genau aufgepasst als die junge Dame an der Kassa den Namen des Films bestätigt haben wollte.

Wir haben irgendwelche andere Karten bekommen - Der Krieg des Charlie Wilson.

Bei dem Trubel wollte ich mich nicht noch ein Mal anstellen um das Missverständnis zu klären außerdem stand der Film sowieso auf unserer Wunschliste.

 

Was den Film aus der Masse heraushebt ist die Art wie Weltpolitik in diesem Film dargestellt wird.

Der texanischer Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks), für den das "Eine-Hand wäscht die andere"-Spiel keine all zu große Herausforderung zu sein scheint, versüßt sich sein Leben mit vielen schönen Frauen und zu viel Alkohol, bis er von einer engagierten Freundin, Joanne Herring (Julia Roberts), überredet wird, die afganischen Freiheitskämpfer gegen die russische Besatzung zu unterstützten.

Die Vertreibung der Russen aus Afganistan wirkt wie ein Bühnenstück mit wenigen Darstellern, weitab und unbemerkt der üblichen Machtzentren.

Mit Gust Avrakotos (Philip Seymour Hoffman), einem unterforderten, rüpelhaften CIA-Agenten, findet Charlie Wilson einen Verbündeten, der im Gegensatz zu ihm mit Diplomatie nichts am Hut hat.

Ein kleines aber gewitztes und schlagkräftiges Team das sein Ding durchzieht.

Wären ein paar weitere profilierungssüchtige Politiker auf das Thema aufmerksam geworden, wäre außer einem Schmiergeldskandal oder ähnlichem, nichts übrig geblieben.

Dieser Film zeigt, dass eine handvoll guter Schauspieler, eine passable Story und eine prise Humor genügen, um das Publikum 98 Minuten hervorragend zu unterhalten - ganz ohne Special Effects.

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